30.01.2018 #Neuigkeiten

Osteopathie - Neu bei re.ac.me.

re.ac.me. legt seit Bestehen der Praxis auf eine ganzheitliche Betrachtung der Patienten. Somit findet vor jeder Behandlung eine Befunduntersuchung statt, die den Menschen in so vielen Facetten wie möglich beleuchtet, um die Ursachen für die bestehende Problematik herauszufinden. Ebenso lassen wir in unseren manualtherapeutischen Behandlungen Techniken aus der Osteopathie einfließen. Die Neuheit ist nun, dass wir ab jetzt ebenso eine reine osteopathische Behandlung anbieten können.

 

Ab Februar 2018 kann man bei re.ac.me. Osteopathie Termine buchen. Diese finden bei Nico Rittmann (Heilpraktiker und Osteopath) statt. Für einige Patienten ist diese Behandlungsart noch nicht wirklich greifbar. Daher haben wir mit Nico ein kleines Gespräch geführt, um Euch Osteopathie näher zu bringen.

 

 

1.     Nico, du bist seit knapp 10 Jahren Physiotherapeut, hast dich aber vor einiger Zeit dazu entschieden, zusätzlich noch Osteopath zu werden. Was kann die Osteopathie, was die klassische Physiotherapie nicht kann?

 

Trotz jahrelanger Erfahrung als Physiotherapeut und intensiven Fortbildungen zeigt der Praxisalltag häufig Beschwerdebilder, bei denen die klassische Physiotherapie nicht ausreicht. Die osteopathische Sichtweise ermöglicht es, die Entstehung von Krankheiten und Beschwerden noch besser zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und therapeutisch zu beeinflussen.

 

Die Osteopathie gehört dem Bereich der Naturheilkunde an. Zu Beginn steht ebenso eine ausführliche Anamnese, im Anschluss folgen Untersuchung und Behandlung ausschließlich mit den Händen.

 

Im Vordergrund steht die Ganzheitlichkeit, der Körper wird als untrennbare Einheit gesehen in der alle Funktionen in Wechselwirkung stehen.

 

Die Osteopathie versucht alle möglichen Einflüssen auf die beschwerdeverursachende Struktur zu berücksichtigen. Diese können sowohl im Bewegungsapparat (Parietale O.), im Organsytem (Visceral O.)  als auch im Schädel und Nervensystem (Cranielle O.) liegen.

 

Hier liegt auch der Unterschied zur klassischen Physiotherapie.

 

Ziel ist es Dysfunktionen aufzuspüren, zu behandeln um positiven Einfluss auf arterielle und nervale Versorgung sowie venolymphatische Entsorgung zu nehmen. Die Selbstregulation des Körpers wird somit aktiviert.

 

Ein Beispiel aus der Praxis ist der direkte Einfluss eines Organs auf einen Muskel, Verklebung der Blase verursacht eine Tonuserhöhung eines Hüftmuskels, Folge können Schmerz und Restriktion in der Hüftregion sein.

 

Außerdem können sich über viscerosomatische Reflexe Störungen von Organen in Form von Muskelverspannungen im Bereich der Wirbelsäule äußern.

 

 

2.     Stimmt es, dass Organe scheinbar orthopädische Symptome verursachen können, wie beispielsweile Schulterschmerzen?

 

Ja genau, das kann passieren. Allerdings sollte man natürlich andere Ursachen nicht gleich überspringen oder außer Acht lassen. Auf einen genauen Befund kommt es an!

 

Jedoch kann, um ein Beispiel zu nennen, die Leber/Gallenblase für Schmerzen in der rechten Schulter verantwortlich sein.

 

Eine Theorie ist der direkte Druck auf die Gallen- und Leberkapsel. Diese sind von dem so genannten Phrenicusnerv versorgt. Schwellungen oder Stauungen im Organ sorgen somit für eine Kompression des Nervens. Diese Information wird ins selbe Halswirbelsäulensegment transportiert von dem auch die rechte Schulter versorgt ist. Somit kommt es zu einer Überschneidung und kann vom Patienten, als Schmerz in der Schulter wahrgenommen werden.

 

 

3.     Welchen Patienten/Zielgruppe sollten sich angesprochen fühlen?

 

Wichtig ist das Erkennen der Grenzen der Osteopathie, so gehören u.a. Patienten mit Infektionskrankheiten, Frakturen, Lähmungen, Notfälle, Tumorerkrankung in schulmedizinische Behandlung!

Anderenfalls Patienten bei denen herkömmliche Physiotherapien noch keinen durchdringenden Erfolg erzielt haben.

 

Info:

Zunächst ist dafür der Samstag vorgesehen. Für Terminanfragen könnt Ihr Euch wie gewohnt an unsere Rezeption wenden.