25.01.2017 #Neuigkeiten

Faszien

Das Thema Faszien ist zurzeit in aller Munde. Aber was genau steckt dahinter?

 

Faszien lassen sich als feine, bindegewebige, netzartige Häute beschreiben, welche im Körper keinen Anfang und kein Ende haben, sondern nahtlos ineinander übergehen.

 

Sie umhüllen unsere Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen, Nerven und Organe. Somit trennen sie in erster Linie die gerade genannten Strukturen voneinander ab. Gleichzeitig sorgen sie aber auch für ein geschmeidiges Gleiten, beispielsweise zweier Muskeln gegeneinander.

 

In unserem Bauchraum halten die Faszien unsere Organe an Ort und Stelle, somit können wir Hüpfen oder uns auf den Kopf stellen, ohne dass unsere Organe Purzelbaum spielen.

 

Auch Funktionsstörungen an inneren Organen, die auf verklebte, tiefere Faszien zurückzuführen sind, werden durch spezielle osteopathische Handgriffe gelöst. Somit können wir in der Therapie einen Einfluss auf das entsprechende Organ nehmen und eine Leistungssteigerung erzielen.

 

Zudem hat das Fasziengewebe die Eigenschaft, Wasser zu binden und fungiert deshalb als wichtiger Flüssigkeitsspeicher in unserem Körper. Ist unsere Trinkmenge ausreichend, bleibt das Gewebe geschmeidig und elastisch, bedeutet wir können uns besser bewegen.

 

Interessant ist auch, dass unsere Psyche die Faszienspannung positiv wie negativ beeinflussen kann.

Da dieses Gewebe mit zahlreichen vegetativen Nervenendigungen durchsetzt ist, gehört es zum autonomen vegetativen Nervensystem. Das heißt, es reguliert sich eigenständig.

 

Sind wir beispielsweise gestresst, schüttet unser Körper verschiedene Hormone und Botenstoffe aus, durch die sich unsere Faszienspannung erhöht. Hält dieser Stresspegel länger an, können diese Fasern verkleben oder sogar verkürzen.

 

Die Folge dessen sind Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und das Risiko an Verletzungen steigt.

 

Sind wir jedoch entspannter, reguliert sich dieser Tonus ebenso. Dementsprechend können wir auch durch Entspannungstechniken wie Autogenes Training, PMR oder Yoga unsere Faszien trainieren.

 

Die derzeit wohl bekannteste Form des Faszientraining bleibt jedoch das Abrollen mit den Faszienrollen.

Durch gezieltes rollen lassen sich Verklebungen im Gewebe lösen. Dies ist zu Beginn nicht ganz schmerzfrei, zeigt aber nach einigen Einheiten eine spürbare Verbesserung.

 

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Foamrolling die allgemeine Beweglichkeit verbessert, vor Verletzungen schützt und sogar Schmerzen reguliert.

Wer zudem auf seine Flüssigkeitszufuhr achtet und sich regelmäßig sportlich betätigt und ab und zu eine Auszeit nimmt, sollte ein gesundes zufriedenes Fasziengewebe haben!

 

Falls Ihr bereits im Besitz einer Rolle seid, oder wir Euer Interesse geweckt haben, würden wir Euch gerne weiter beraten. Es empfiehlt sich, einmal den genauen Ablauf des Abrollens kennenzulernen, um die Rolle effektiv zu nutzen und mögliche Verletzungen zu vermeiden.

 

Unsere Coaches stehen Euch dazu gerne zur Verfügung!