26.10.2016 #Neuigkeiten

Arthrose

Das Wort Arthrose hat wohl fast jeder schon mal gehört. Es ist schätzungsweise die am häufigsten gestellte Diagnose, wenn man aufgrund von Gelenkbeschwerden einen Arzt aufsucht.

Unter einer Arthrose versteht man zunächst eine strukturelle Veränderung v.a. unseres Gelenkknorpels, die häufig von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen begleitet wird.

 

Erst einmal muss man wissen, dass eine Arthrose primär etwas physiologisches, sprich Normales ist. Unsere Gelenke unterliegen, wie alle anderen Strukturen des menschlichen Körpers, im Laufe der Zeit einer Degeneration.

Problematisch wird es erst, wenn sich typische Beschwerdebilder wie Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkungen manifestieren.

 

Interessant dabei ist, dass der „Arthroseschmerz“ nicht vom hyalinen Gelenkknorpel ausgeht, da dieser keine nozizeptive Versorgung hat (schmerzmeldende Nervenbahnen). Vielmehr sind andere Strukturen verantwortlich.

 

Durch eine formveränderte Gelenkoberfläche, ändert sich das Bewegungsmuster unseres Gelenks. Es wird instabiler. Dadurch kommt es zu lokalen Überdehnungen und schließlich zu Endzündungsreaktionen der Gelenkkapsel.

 

Falls der Verschleiß des Knorpels weiter zunimmt, kann es ebenso am darunterliegenden Knochen zu schmerzhaften entzündlichen Prozessen kommen.

 

Eine weitere Schmerzquelle sind muskuläre Dysbalancen die sich z.B. bei einem veränderten Gangbild entwickeln. Einzelne Muskeln werden überlastet, was meist mit Reizungen an den Sehnen-Knochen Übergängen einhergeht.

 

Dazu kommt es bei einer Arthrose zu kapsulären Bewegungseinschränkungen. Jedes Gelenk zeigt eine charakteristische Reihenfolge der Einschränkungen.

Somit können wir bei Gelenkbeschwerden diagnostisch eine Arthrose oder Arthritis von anderen Gelenkbeschwerden und Krankheitsbildern unterscheiden. 

 

Um den Abbauprozess des Gelenkknorpels zu verlangsamen ist es also wichtig, seinen Knorpel gut zu pflegen. Dazu sollte man wissen, wie sich der Gelenkknorpel „ernährt“. Wichtige Stoffe sowie Flüssigkeit werden durch die Gelenkschmiere in Zusammenarbeit mit Druck und Zugkräften in den Knorpel eingearbeitet.

 

Fehlt den Gelenken also Belastung, kann sich der Knorpel auch nicht versorgen. Zudem sollte man natürlich auch beachten, dass körpereigene Stoffe, wie z.B. unsere Gelenkschmiere auch produziert werden muss. Heißt, unser Trinkverhalten wirkt sich ebenso auf die Ernährung unserer Gelenke aus. In selteneren Fällen kann aber auch eine primäre Arthrose durch dauerhafter Über- oder Fehlbelastung entstehen.

 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Arthrose keinen Grund liefert, sich sportlich einzuschränken oder gar auf Belastungen zu verzichten.

 

Im Gegenteil - mit physiotherapeutischen Übungen zur Gelenkstabilisierung, manualtherapeutischen Behandlungen lassen sich Arthrosebeschwerden gut behandeln und Schmerzen lindern.

 

Jedoch sollte man früh genug anfangen, präventiv zu arbeiten.

Dazu bietet sich unser re.gain.me Trainingskonzept an.

Über einen Zeitraum von 3 Monaten wird Rücken-, Schulter-, Hüft- oder Kniemuskulatur aufgebaut. Zu Beginn steht ein 60 min. Eingangscheck an und eine Erarbeitung des individuellen Trainingsplans. Zudem finden regelmäßige re.checks statt.

 

Falls Sie weitere Fragen zum Thema Arthrose haben, stehen unsere Therapeuten Ihnen gerne zur Verfügung.